Wer bist du

Impuls 16: Flickengedicht aus Rilkes Schutzengel

Der Vogel, der erwachte in der Nacht und rief:
den Namen in den Abgrund, tausend Nächte tief.

Er war am Anfang schon. Ich wurde langsam
und bang vor seiner Schönheit, scheu und unsichtbar.

Er hat mich oft gerufen, aus dem Verlorengehen und Fliehn.
Du: voll von Wundern und von Wissen, voller Melodien.

Du Vogel, unter dessen Flügeln
ich warm und sicher werde:
Erlaubst du, dass ich frage?
Wie heisst du?

Ein Gedanke zu “Wer bist du

  1. Wer könnte dieser Engel sein? Wenn ich diese Worte noch einmal bedenke und nachzuempfinden versuche ( wohl sollte ich mir m e h r Zeit nehmen, bzw. In der gegenwärtigen Zeit b l e i b e n ) , ohne schon seinen Namen zu kennen, so paßt ein Gedicht wohl sehr schön dazu, das ich gerade fand (WORTbunt im SATZhaus):( oder war es christinvonmargeburg ?):
    „Sprache sollt‘ melodisch sein –
    ein Auf und Ab , ein Ringelrei’n.
    Sprache sollt‘ von „Warm“ getragen
    mit jedem Wort ein „Fühlen“ wagen.
    Sprache sollt‘ das Gestern wahren –
    auch noch in vielen Morgenjahren.
    Sprache ist ein edler Schatz –
    bewahre sie an sich’rem Platz,
    auf daß sie noch in Zukunftzeiten
    Dich sicher wird durch’s Leben leiten.

    Gefällt 1 Person

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