Sehnsuchtsort

Pantun

Wo der Tag sich aus friedlichen Fäden webt,

keine Knoten den Faden beengen,

Wo der Atem in ruhigen Lüften schwebt,

keine Wirren das Fühlen beklemmen

Keine Knoten den Faden beengen,

Wo der Himmel aus stillen Wassern grüsst

keine Wirren das Fühlen beklemmen.

Wo du leichthin den wilden Wind geküsst.

Wo der Himmel aus stillen Wassern dich grüsst,

wo der Atem in ruhigen Lüften schwebt,

wo du leichthin den wilden Wind geküsst,

wo der Tag sich aus friedlichen Fäden webt.

Ein kitschiger Beitrag zum Lyrikmonat #lyrimo

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Zeichen setzen.

Zeichen zählen.

140 waren’s einst.

Sätze bauen,

Wörter schieben,

Wörter streichen.

Verdichten:

Dichten.

Mehr Wörter,

mehr Zeichen,

mehr Sinn ist nicht drin.

Lies zwischen Zeichen

und Zeilen, so weichen

Zeichen. Lebendige Wesen

erlebst und liebst du

im Netz.

Ein Beitrag zum Lyrikmonat #lyrimo

Aus dem Zettelkasten

Am Strauch eine letzte Beere:

Auf das sich sich vermehre.

Im Kamin ein Rest von Glut

Mir bleibt noch etwas Mut.

Mit dem fach ich die Hoffnung an,

und das Veigulan wachsen kann.

Mit etwas Kaffee aus der Kanne

Leg ich mich jetzt in die Wanne

und hoffe das elende Toribu

gebe dann endlich Ruh!

Die Zeit ist reif, dass Veigulan

den Toribu überwachsen kann.

Ein Beitrag zum Lyrikmonat #lyrimo.

Meditation

Setzen, sitzen
dich niederlassen

Atmen

Dein ganzes Gewicht
mit dem Ausatmen
dem Mittelpunkt der Erde
anvertrauen

Auch das Gewicht der Gefühle, der Ängste und auch das Durcheinander der Gedanken?

Atmen

Aber das Durcheinander klebt an mir. Wie mit Spinnfäden ist es an mich knotet.

Atmen

Dein ganzes Gewicht
mit dem Ausatmen
dem Mittelpunkt der Erde
anvertrauen

Mit dem Einatmen kommt es wieder hoch.

Atmen.

Ja, ja, ich mach ja.

Dein ganzes Gewicht
mit dem Ausatmen
dem Mittelpunkt der Erde
anvertrauen

Reise zum Mittelpunkt der Erde, um alle verlorenen Gewichte einzusammeln, die da hängen und kleben in den Spinnweben von dem Leben, das ich nicht weiter weben kann. Ich habe das Muster vergessen.

Sei still und atme.

Atmen.

Mein Gewicht mit dem Ausatmen
dem Mittelpunkt dem Erde hinterher schmeissen.

Sachte, sachte. Sei still und atme.

Und quatsch keinen Blödsinn.

Ich atme ein. Ich atme aus.

Und wenn du mich nervst, schalte ich deine Stimme aus! Dich kann ich stumm schalten, du Meditationsapp. Meine Gedanken nicht.

Wär auch zu einfach.

Atmen.

Augen öffnen.

Steh auf und …

Schon gut, danke, schönen Tag noch.

Ein Beitrag zum Lyrikmonat #lyrimo.

Übrigens hilft mir die App Balloon beim Meditieren, wenn es ohne nicht gelingen will.