Bettgeschichte

Leih mir deine Schulter
Mein Kissen ist kalt
Bei dir ist es wärmer,
das fühle ich bald.

Leih mir deine Arme
Halte mein Herz
Denn deine zwei Arme
sind gut gegen Schmerz

Meine Decke ist dünn
Deck du mich zu
Die wärmste und weichste
der Decken bist du

Drücke mich fester
Ich drücke dich auch
Schling meine Arme
Um deinen Bauch.

Lass mich bei dir ruhen
Ruh du bei mir
Nah bei einander
Wir zwei, das sind wir.

November

1

November

vergiss nicht

deine kleinen Blüten

nachts im Regen

November

2

November

zwischen Herbst

und Weihnachten geschobenes

Mauerblümchen mit Kraft

November

3 Impuls: Birgit von Raconta, #lyrimo

Küsst

dein Mund

meine kalte Stirn

wärmst du meine Gedanken

Novembertrost

Das ist eine Mention an dich, Stephan 😘

Das alte Haus von Rocky Docky

Bei mir, in meinem Körper, zuhause sein.
Das wär schön.
Genau genommen lebe ich hauptsächlich in meinem Kopf. Im Herzen bin ich immer häufiger und das tut gut.
Aber im gesamten Körper?

Ich habe ein gutes Körpergefühl, wenn es um Bewegungen geht, um Gleichgewicht und dessen Grenzen.
Aber mein Körper als Zuhause ist mir fremd.

Mein Körper ist seit über 40 Jahren krank. Funktioniert falsch. Ich wurde mehrfach operiert, mit Chemie stabilisiere ich die Funktionstüchtigkeit.

Wie kann man zuhause sein in einem kaputten Haus?

Wenn ich mir ein Traumhaus vorstelle, ist es oft eine Hütte, bunt, schief, an- und umgebaut. Das passt doch zu meinem Körper, nicht?

Sei etwas freundlicher zu dir, Alice!

Ich entscheide mich: Mein Körper ist nicht kaputt, bloss etwas windschief. Aus- und angebaut. Da könnte ich doch einziehen, da könnte ich mich niederlassen in meinem windschiefen Traumhaus, nicht?

So beginnt Versöhnung.

Überraschung oder sich Einlassen

Auf dem Heimweg wollte ich noch dem weiten Himmel und die Kornfelder fotografieren. Nächstbeste Strasse rechts.

Jetzt bin ich richtig müde vor Freude.

Eine Ahnung:

Ich traue meinen Augen kaum:

Ist das real oder aus einem Bilderbuch?

Du willst einfach nur hinein gehen in dieses fantastische rot. Und ich schreite hinein und lache, kann es nicht fassen, ich lache einfach.

Ein Blick zurück, der Mohn leuchtet.

Man wird wohl den Rückweg antreten müssen, wir habe noch einen langen Weg vor uns.

Noch einmal dieses Rot einatmen …

Der Wind jagt durch die Felder, das Rot wird bald vergehen.

Ein Lob, ein Dank,

ein letzter Gruss – bye