Sinn

Der Sinn des Lebens.
Eine grosse Frage.
Umkehrfrage:
Wo oder wie kommt uns der Sinn unseres Lebens abhanden?

Eile
immer schneller

Äusserlichkeit
Schein statt sein
sein, wie die anderen
haben, was die anderen haben
Immer mehr

Ablenkung
Handy, Musik
Anderswo sein, im Telefon, im Film

Was hilft?
Wie stopfe ich die Löcher
durch die der Sinn zerrinnt?

Langsam vs Eile

Innerlichkeit vs Äusserlichkeit

Zeit mit sich selber
Zeit mit anderen
mit echten, realen, anwesenden Lebewesen

Gegenwart vs Ablenkung
sich ( wieder ein-) sammeln
Was ich im Augenblick tue, ist wichtig.
Weil das Leben jetzt stattfindet.

Jetzt.

Hier.

Alltag März – Aufforderung zum Tanz

Ein Beitrag zum Projekt von Ulli Gau zum Thema Alltag.
https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/

In diesem Blog sind Bilder meist eine farbige Beigabe zum Text. Hier wollte ich einmal versuchen, mit Bildern zu spielen, wie es Cafeweltenall.wordpress.com macht.

Klinken, alltäglich in der Hand

eintreten
in die Welt
eines Raumes
mit seinen Dingen
und seinen Menschen

verlassen
der Welt
des Raumes
zu – laut oder leise

1 Geschlossen und offen

2 In welchen Raum würden diese Klinken führen?

3 Aufforderung zum Tanz und mehr:

Miesepeter

Morgen früh wird es erst regnen
Nachher gibt es Sonnenschein.
Warmer Wind bläst und entgegen,
gut wird unsre Laune sein.
– Vielleicht auch nicht.

Morgen werd ich besser wissen,
wie ich mich entscheiden soll.
Steckt doch Weisheit tief im Kissen,
schlafend werd ich ihrer voll.
– Vielleicht auch nicht.

Und der Mut? Wird er durch Jahre
nicht auch kräftiger statt schwach?
Lächeln werde ich in alten
Tagen über Ungemach
-Vielleicht auch nicht.

der impuls für text 7 der #frapalywo rundet die woche ab und schließt den kreis zum ersten impuls, bei dem wir die gleiche anfangszeile hatten.

er lautet: gleiche schlusszeile für alle: „vielleicht auch nicht“ – die zeile stammt aus dem gedicht „windgriff“ von hans magnus enzensberger.

Wieder unterwegs

Wege
Wege gehen
Wege gehen, wie damals,
als die Füsse noch wussten
und die Beine noch Kraft hatten.

Vertraute Wege wieder gehen,
vorbei an Sträuchern und Bäumen,
vorbei an meinem Schatten von damals,
als die Füsse noch wussten.

Wieder auf dem Weg.
Immerhin.
Unterwegs auf dem Weg,
auf dem Wiederweg,
auf den Wiederundwiederweg.

Immer wieder und wieder neu
Schritte wagen,
zagen und dennoch Wege wagen.
Wohin.
Dorthin,
wo die Knie sich verweigern,
die Füsse hadern mit dem Grund.
Wo alle Wege enden.
Dorthin,
wo das unbekannte grosse Land
sich öffnet, wo
neue Wege vor dir liegen,
wo die Füsse jauchzen und die Knie Tanzen.
Dort, am Ende der Wege.

@FrauPaulchen@twitter.com: der impuls für text 2 lautet: „im wiederweg“ – nutzt dieses bild von alfred kolleritsch aus seinem gedicht “Landschaft“ und bettet es in euren eigenen text ein.

Meine Freundin

Wer nimmt dich in den Arm,
tröstet dich mit Verständnis?

Wer hilft dir, Rat zu finden?

Wer hält dich an den Schultern,
sagt dir Wahres ins Gesicht?

Wer geht mit dir durch Dick und Dünn
zum Pferde stehlen
oder zum jüngsten Gericht?

Deine beste Freundin. (*)

Mir selbst
die allerbeste Freundin sein,
im Neuen Jahr
und für immer.

(* und mein Stephan)

Raunacht 8
1. Januar
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