Neuland

Neuland betreten
auf meiner Insel,
der mit jedem Sturm
das Land wegbricht.

Neuland schwindet.

Nur oben am Berg,
der stechenden Füssen kaum Tritt
und wehen Hände den Halt
nicht gewährt.

Haltlos vor Neuland

Am Berg, zwischen Sträuchern
und Brocken von Fels
eine Spalte, gar eng,
in die ich mich zwäng.

Hoffen auf Neuland

Hinab ins Dunkel
Wo Schatten warten
und edle Steine leuchten
im Licht der Augen.

Tiefer hinein, weiter hinab

Hinab in Neuland der Seele
ins Schattenland.
Ins Land des Lichts,
wo ich bin.

Und du, Liebe.

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Impuls von Lyrische Bouquets: Neuland

lyrischebouquets.de/podcast.html

Boden von oben. Steine in rot und hell und dunkelgrau mit Moos, einem Gras und einer kleinen Pflanze mit erst wenigen Blättern.

Raunacht 7/20

Loslassen

Neue Wege beschreiten
Heute schon?

Alte Wege verlassen,
sichere, vertraute Wege.

Im Kreis,
stets an denselben Gruben vorbei,
durch dieselben Dornen und Stacheln.
In vertraute Fallen tappen,
in vertraute Ängste verheddert.

Heute nochmals?

Lass dich locken, meine Seele,
einen halben Schritt.
Heute
bloss einen halben Schritt
von Weg ab.

Die Impulse für die Raunächte bekomme ich dieses Jahr aus frau-achtsamkeit.de

Sehnsuchtsort

Pantun

Wo der Tag sich aus friedlichen Fäden webt,

keine Knoten den Faden beengen,

Wo der Atem in ruhigen Lüften schwebt,

keine Wirren das Fühlen beklemmen

Keine Knoten den Faden beengen,

Wo der Himmel aus stillen Wassern grüsst

keine Wirren das Fühlen beklemmen.

Wo du leichthin den wilden Wind geküsst.

Wo der Himmel aus stillen Wassern dich grüsst,

wo der Atem in ruhigen Lüften schwebt,

wo du leichthin den wilden Wind geküsst,

wo der Tag sich aus friedlichen Fäden webt.

Ein kitschiger Beitrag zum Lyrikmonat #lyrimo