Unter dem Lebensbaum / Raunacht 4/20

Unter dem Lebensbaum,
dem riesigen Lebensbaum,
sitze ich eine Weile.
Eine lange, lange Weile.

Zünde mir eine Pfeife an,
eine dicke, runde Pfeife
und rauche eine Weile lang,
eine lange, friedliche Pfeife.

Unter dem riesigen Lebensbaum
rauche ich eine lange Pfeife,
eine friedliche Weile lang.
Räuchere mir die Unruhe aus,
die nicht friedlich weilen kann
unter dem riesigen Lebensbaum,
dem friedlichen Lebensbaum.

Ein grosser Thujabaum mit mehreren Stämmen und ausladenden Ästen , beleuchtet durch dichte Lichterketten den Ästen und Stämmen entlang .

Die Impulse für die Raunächte bekomme ich dieses Jahr aus frau-achtsamkeit.de

In der Weihnachtsbäckerei

Nasch keinen Teig,
Davon kriegst du Bauchweh!
(Und ein lachendes Weihnachtsherz.)

Wasch deine Hände
Mit Wasser und Seife!
(Mit abschlecken gehts doch viel besser.)

Göttlicher Teig
mit Zitrone und Zucker
schmeckt genascht grad hundert mal feiner!


Der Beitrag zum Adventsdichten von #lyrimo erzählt von den Mailänderli, die nicjts mit Mailand zu tun haben, sondern typische Schweizer Weihnachtsguetsli sind.


Mailänderlirezept:

250g Butter geschmeidig rühren

250g Zucker
3 Eier beigeben, schaumig rühren

1 Prise Salz
1 Zitronenschale, abgerieben
500g Mehl daruntermischen,zusammenfügen, kühl stellen

3-4mm dick ausstechen mit div. Weihnachtsguetsliformen, mit Eigelb bestreichen, kühl stellen

Ca. 10 Minuten in der Mitte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens backen.

Bettgeschichte

Leih mir deine Schulter
Mein Kissen ist kalt
Bei dir ist es wärmer,
das fühle ich bald.

Leih mir deine Arme
Halte mein Herz
Denn deine zwei Arme
sind gut gegen Schmerz

Meine Decke ist dünn
Deck du mich zu
Die wärmste und weichste
der Decken bist du

Drücke mich fester
Ich drücke dich auch
Schling meine Arme
Um deinen Bauch.

Lass mich bei dir ruhen
Ruh du bei mir
Nah bei einander
Wir zwei, das sind wir.

Barfuss

5.11.2017

Seit dem Juni dieses Jahres gehe ich immer häufiger barfuss. Ganz dem Cliché entsprechend meldete sich meine Seele. 

Atmen und schreiten
Gehen und fühlen 
werden eins auf dem Weg.

Kühl und weich
der laubbedeckte Weg.
Achte auf Geröll und Tiere! 

Die Seele geht mit
im Rascheln.
Auf weichem Waldgrund
atmet sie Schritt für Schritt. 

Das Leck

Das Leck in deinem Körper muss nicht gross sein. Es reicht ein kleines, aus dem es tröpfelt. Tag für Tag, Stunde für Stunde.

Es tröpfelt deine Lebenskraft aus dir. Das Leck frisst sie. Und der stete Tropfen höhlt das Leck, es wir grösser, die Kraft rinnt stärker und wird eines Tages fliessen.

Du fragst dich, wie das bloss weiter gehen soll. Morgen, nächste Woche, nächstes Jahr.

Dann tust du, was du schon immer getan hast. Du verdrängst die Schmerzen und Sorgen in die hinterste Ecke der Seele, Tür zu, Schloss dran, Schlüssel drehen, fertig.

Dann stehst du auf, nimmst ein schönes Buch und geniesst, was dir geblieben ist.

Januar 2019

Überraschung oder sich Einlassen

Auf dem Heimweg wollte ich noch dem weiten Himmel und die Kornfelder fotografieren. Nächstbeste Strasse rechts.

Jetzt bin ich richtig müde vor Freude.

Eine Ahnung:

Ich traue meinen Augen kaum:

Ist das real oder aus einem Bilderbuch?

Du willst einfach nur hinein gehen in dieses fantastische rot. Und ich schreite hinein und lache, kann es nicht fassen, ich lache einfach.

Ein Blick zurück, der Mohn leuchtet.

Man wird wohl den Rückweg antreten müssen, wir habe noch einen langen Weg vor uns.

Noch einmal dieses Rot einatmen …

Der Wind jagt durch die Felder, das Rot wird bald vergehen.

Ein Lob, ein Dank,

ein letzter Gruss – bye