Raunacht 1/20

In Lot und Waage
Gleichgewicht
suchen und finden
jeden Tag neu
jeden Moment neu.

Wendig, beweglich
Balancierend
hin und zurück.

Ungleichgewicht
als freundlichen Impuls
willkommen heissen.

Den Frieden mit mir
mit Gott und der Welt
und der teuren Familie
mit stets neuen Gewichten
mit passenden Loten
in Ehren halten
in tiefem Frieden.

.

Zwischen den Jahren versuche ich mal daheim, mal in der Burnoutklinik, sachte die Raunächte zu gestalten. Die Impulse bekomme ich dieses Jahr aus frau-achtsamkeit.de

Hinter dem Vorhang

Hinter dem Vorhang war einmal
vor langer, langer Zeit
ein Tor zu einem Königreich,
nur ein, zwei Schritte weit.

Willst du hinein, so mach dich klein,
für Grosse ist kein Raum.
Das Tor zu diesem Königreich
liegt zwischen Blatt und Baum.

Schlüpf durch den Vorhang, schlüpf hindurch,
du brauchst nicht ängstlich sein.
Frau Rotkehlchen ist Königin,
du wirst Prinzessin sein.

Hinter dem Vorhang findest du
bis heut in unsrer Zeit
ein kleines Tor für kleine Leut
nur ein zwei Schritte weit.

Senkrecht drei Streifen: rechts ein Vorhang aus gelben und grünem Buchenblättern an den Ästen der Hängebuche. In der Mitte der dunkle Stamm der Buche, im Hintergrund vor hellem Himmel goldbraune Birkenblätter

Hängebuche am Eingang zum Friedhof

Beitrag 3 zum Lyrikmonat #lyrimo

Erste Raunacht

Rückblick

Im ersten Augenblick wiegt der Schmerz schwer.
Ein schmerzendes Knie am Jahresanfang,
die Krankheiten von anderen.
Ängste um andere.
Auch meine alten Krankheiten.

Ein zweiter Blick weckt farbenfrohe Bilder:

Ich bin reich.

Zwischen Hoffen und Bangen
Zwischen Schmerz und Glück
wähle ich Hoffen und glückliche Erinnerungen.

Daheim:

Südengland im Sommer:

Pilgern im Herbst:

25.12.2019