Der Winter kann kommen

Heute wurde das Holz gebracht. Das gibt viel Sicherheit.

Grosser, grüner Kachelofen mit altrosa Sitzbänken links und rechts. Ein Spinnrad hinten links und Holzlatten eines Webrahmens. Unter den Öfen sind kleine Gewölbe mit Holz gefüllt.

Ich habe mein Leben lang bloss Radiatoren auf- und zugedreht. Über mehr brauchte ich nie nachzudenken. Meistens wurden sie zugedreht, da es überall zu warm war.

Nun leben wir komfortabel zwischen zwei geheizten Häusern und können selbst entscheiden, wie warm wir es haben wollen und wieviel wir für die Wärme arbeiten wollen.

Das alte Haus macht glücklich.

Es laufen etliche Ungereimtheiten ausserhalb, aber im Haus ist es Zu-Haus. Das tut gut.

Ein neues Zuhause

Unser neues Häuschen ist ein wahres Zuhause. Es ist klein und gross genug, alt und dennoch wohnlich, es knarrt und knackt und macht uns singen.

Uns, das sind mein Mann und ich. Der Pudel singt nur sehr selten (wenn eine Sirene erklingt). Wir fühlen uns als Hausbesitzer, obwohl wir nur mieten.

Die Küche liegt im Zentrum des Hauses. Sie hat zwei Fenster: Durch eines kann man ins Wohnzimmer sehen.

Auf dem breiten Sims steht eine grosse Laterne mit vier kleinen, in Gläsern hängenden Kerzen. Daneben kleine Holzgefässe. Hinter dem Fenster sind weinrote Vorhänge am Fenster des Wohnzimmers zu sehen, mehr ist im Gegenlicht nicht zu erkennen.
Das Fenster zwischen Küche und Wohnzimmer schreit nach Dekorationen.

Durchs andere durch den Flur zum Hauseingang. (Offensichtlich wurde hier oftmals umgebaut.) Sonst ist sie wie eine gewöhnliche Küche eingerichtet. Ausser …

An Stelle des Geschirrspülers gibt es einen fast unendlich langen Ausziehtisch und einen Holzherd.

Vor der hellbeige gekachelten Wand steht ein brauner Ofen mit zwei Herdplatten. Er hat zwei gerade Seiten (an der Wand und rechts) und vorne eine zweimal um dei Herdplatten gewellte Schräge. (Versteht man das?) Rechts vom Herd ist das Ofenloch das auch zum Backen dient. Unter dem Ofenloch liegt eine tiefe, metallbezogene Bank.
Holzherd

Mit dem Holzherd können wir kochen und heizen. Denn im Wohnzimmer an der Wand zur Küche steht das Schmuckstück des Hauses: Ein uralter alter Kachelofen. Er ist der wahre Grund dafür, dass wir hier eingezogen sind.

Das Haus weckt in mir ein urchiges Lebensgefühl, es tut gut.

Es dominiert der grosse, grüne Würfel am linken Bildrand. Er ist links von einer sehr schmalen, rechts von einer breiten, altrosa Sitzbank umgeben. Der Rücken des rosa Teiles ist mit gemalten Kacheln geschmückt. Es sind Blumenmotive, ein Hirsch und ein Vogel.

Bettgeschichte

Leih mir deine Schulter
Mein Kissen ist kalt
Bei dir ist es wärmer,
das fühle ich bald.

Leih mir deine Arme
Halte mein Herz
Denn deine zwei Arme
sind gut gegen Schmerz

Meine Decke ist dünn
Deck du mich zu
Die wärmste und weichste
der Decken bist du

Drücke mich fester
Ich drücke dich auch
Schling meine Arme
Um deinen Bauch.

Lass mich bei dir ruhen
Ruh du bei mir
Nah bei einander
Wir zwei, das sind wir.

Walzer

Impuls zum 11. November 2019: Ein Medientransfer zu Grieg, gespielt von Nelson Feire

A

Ein Schritt, und zwei
dann dreh
Und dreh

Dreh dich, bald tut
dir nichts
mehr weh

Lächle ein bisschen,
dann lach
und lach

Lachen hält gute
Geister
wach.

B

[Wiederholung A-B]

Breite die Arme aus
Weit und
Weit
Schwebe und fliege
In Ewigkeit

Dreh dich, dreh
Nicht mehr weh
Fliege, flieg
nicht mehr weit
Tanze, tanz
in Ewigkeit